Gestern Abend fand in Berlin die Verleihung des 76. Deutschen Filmpreises statt. Als Bester Kinderfilm wurde der Dokumentarfilm „Zirkuskind“ ausgezeichnet, zu dem das IKF im letzten Herbst eine „Kino & Curriculum“-Ausgabe erstellt hat (siehe Meldung vom 10.2026). Der Film startete am 16. Oktober 2025 im Verleih von Across Nations in den deutschen Kinos. Die Ausgabe von Marie Krawinkel und Michael M. Kleinschmidt steht Ihnen nach wie vor im Downloadbereich als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung.
P.S.: Teilnahmeberechtigt waren alle deutschen Spiel-, Kinder- und Dokumentarfilme, die für das Kino produziert wurden und dort zwischen dem 05.12.2024 und dem 07.05.2026 ihre Erstauswertung hatten. Als Bester Kinderfilm war ebenfalls „Das geheime Stockwerk“ nominiert, der beim Kirchlichen Filmfestival Recklinghausen mit dem Kinderfilm-Preis „Der Grüne Zweig“ ausgezeichnet wurde.
Mit einer neuen „Kino & Curriculum“-Ausgabe stellen wir Ihnen den Spielfilm „Babystar“ von Joscha Bongard vor. Der Film startet am kommenden Donnerstag, den 23. April, im Verleih von Across Nations in den deutschen Kinos. Die neue Ausgabe von Arndt Klingelhöfer steht Ihnen wie immer im Downloadbereich als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung.
Der Film bietet Kindern und Jugendlichen fächerübergreifend eine Möglichkeit, sich mit dem allgegenwärtigen Thema Social Media und Influencer:innen auf ungewohnte Weise zu beschäftigen, weil er den Stoff anders angeht als oft im Genre üblich: Der junge Regisseur Joscha Bongard ist selbst mit Social Media aufgewachsen, hat in der Branche gearbeitet und „Babystar“ von seinem Kameramann Jakob Sinsel mit iPhones filmen lassen.
Aufgrund seines Hauptthemas Social Media bzw. Influencer:innen bietet sich das satirische Drama in erster Linie als Stoff für die Fächer Ethik, Kommunikation und Medien sowie Sozial- und Gesellschaftskunde an sowie auch für das inzwischen in sämtlichen Bundesländern als Wahl- oder Pflichtfach eingeführte Fach Informatik, in Hessen zudem speziell für das neue Schulfach Digitale Welt (siehe Lehrplan).
Die empfohlene Arbeit mit dem Film gliedert sich in drei Bereiche: (1) eine Rekapitulation der wesentlichen inhaltlichen Aspekte zur Schulung des kognitiven Filmverstehens, (2) eine tiefere Beschäftigung mit dem erzählerischen Motiv der Entfremdung sowie (3) eine reflexive Auseinandersetzung mit Lucas Emanzipation, auf deren Basis auch Raum für offene Diskussionen zum Thema gegeben werden soll. Da der Film stark auf Ästhetik und eine aussagekräftige Bildgestaltung setzt, liegt in jedem Kapitel ein Schwerpunkt auf der Analyse einzelner Bilder und Szenen.
Mit einer neuen „Kino & Curriculum“-Ausgabe stellen wir Ihnen die animierte Abenteuer-Komödie „Jazzy – Chaos im Regenwald“ von Tim Harper vor. Der Film startet am 16. April im Verleih von Camino Film in den deutschen Kinos. Die neue Ausgabe von Marie Krawinkel und Michael M. Kleinschmidt steht Ihnen wie immer im Downloadbereich als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung.
Im Fokus der aktuellen Nachrichten stehen vorrangig die Kriege in der Welt. Klimawandel und Naturkatastrophen werden davon überschattet. „Jazzy – Chaos im Regenwald“ setzt den Fokus auf diese in den Hintergrund geratenen Themen. Wer sich die animierte Abenteuer-Komödie von Regisseur Tim Harper anschaut, wird mit der Frage konfrontiert: Sind die Zerstörung des Regenwalds, der „grünen Lunge“ unseres Planeten, und das Aussterben von Tierarten noch aufzuhalten? Denn das im deutschen Untertitel angesprochene „Chaos“ ist durch Menschen verursacht: Sie roden, zerstören, jagen, beuten aus. Mit Humor, sympathischen Figuren und viel Liebe für die filmische Gestaltung leistet der Film einen wichtigen Beitrag für eine Bildung für nachhaltigen Entwicklung (BNE).
„Jazzy – Chaos im Regenwald“ bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit. Er eignet sich hervorragend für das fachübergreifende und fächerverbindende Lernen im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und weist zu drei Zielen für nachhaltige Entwicklung unmittelbare Bezüge auf: (12) „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“, (13) „Maßnahmen zum Klimaschutz“ und (15) „Leben an Land“. Neben der Auseinandersetzung mit seinem zentralen Thema Natur und Umweltschutz regt der Film auch zur Beschäftigung mit den Themen Familie, Freundschaft und Medien an.
Gerne weisen wir Sie auf eine neue Publikation in Zusammenarbeit mit dem DGB-Bezirk Niedersachsen – Bremen – Sachsen – Anhalt hin. In der dritten Ausgabe unseres Formats „Filmfenster“ stellt IKF-Autor Michael M. Kleinschmidt den Gewinnerfilm des DGB-Filmpreises 2025 vor: SKEET von Nik Sexton. Die Ausgabe steht Ihnen wie immer im Downloadbereich als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung.
SKEET ist ein Kinospielfilm des kanadischen Regisseurs und Drehbuchautors Nik Sexton, der für seinen inhaltlich wie formal bemerkenswerten Film beim 35. Filmfest Emden-Norderney vom Publikum mit dem DGB-Filmpreis und dem SCORE Bernhard Wicki-Preis ausgezeichnet wurde. Sein intensives Sozialdrama hat leider noch keinen deutschen Verleih gefunden. Im November ist der Film jedoch in einigen Sonderveranstaltungen des DGB zu sehen, u.a. am 10. November in Hannover (mit Nik Sexton!), am 17. November in Magdeburg, am 24. November in Bremen und am 26.11. in Berlin. Weitere Informationen zu diesen vier exlusiven Vorstellungen finden Sie beim DGB-Bezirk Niedersachsen – Bremen – Sachsen – Anhalt und beim DGB-Bundesvorstand.
Gut zu wissen: Der DGB-Filmpreis
Seit 1998 vergibt der DGB seinen mit 7.000 Euro dotierten Preis für gesellschaftlich in besonderer Weise engagierte Filme. Damit unterstützt der Deutsche Gewerkschaftsbund die Arbeit von Regisseur*innen, die sich innovativ und unterhaltsam mit sozialkritischen Themen auseinandersetzen. Der DGB-Filmpreis ist ein Publikumspreis, der im Rahmen des Internationalen Filmfests Emden-Norderney verliehen wird. Die für den DGB-Filmpreis nominierten Filme werden beim DGB-Filmgespräch vorgestellt, das IKF-Referent Michael M. Kleinschmidt seit 2006 moderiert.
Mit einer neuen „Kino & Curriculum“-Ausgabe stellen wir Ihnen den (Kinder-) Dokumentarfilm „Zirkuskind“ von Julia Lemke & Anna Koch vor. Der Film startet am kommenden Donnerstag, den 16. Oktober, im Verleih von Across Nations in den deutschen Kinos. Die neue Ausgabe von Marie Krawinkel und Michael M. Kleinschmidt steht Ihnen wie immer im Downloadbereich als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung.
Das Leben abzubilden, mit all seinen lustigen und leichten, aber auch traurigen und schweren Momenten – das macht einen Dokumentarfilm für Kinder spannend. Mit „Zirkuskind“ hat das Regie-Duo Julia Lemke und Anna Koch einen Film produziert, der genau das kann. Der authentische Protagonist Santino Frank dient als Identifikationsfigur für junge Menschen und macht komplexe Themen zugänglich. Nie von oben herab, immer am Kind und mit dem Kind thematisiert der Film allgemeine menschliche Erfahrungen wie Ausgrenzung und Zusammenleben, Ich-Entwicklung und Verantwortung für die Umwelt.
„Zirkuskind“ bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für verschiedene Unterrichtsfächer, die auch fächerübergreifend bearbeitet werden können: (1) Ausgrenzung von Sinti* und Roma*, (2) Beziehungen in der „Familie“, (3) Identität und Lebensgestaltung, (4) Eine besondere Kindheit und (5) Umgang mit Natur und Schöpfung.