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Antisemitismus-Projekt: Schulvorführungen des NS-Propagandafilms „Jud Süß“ in Wiesbaden

Im Rahmen eines Antisemitismus-Projekts bietet das Medienzentrum Wiesbaden e.V. zusammen mit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, dem Institut für Kino und Filmkultur e. V. (IKF) sowie der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung mit Unterstützung der Nassauischen Sparkasse vom 9. Juni bis 18. August 2026 sechs Kino-Seminare zum NS-Propagandafilms „Jud Süß“ für Wiesbadener Schulklassen an. Weitere Informationen zu Terminen und Ablauf finden Sie auf der Website des Medienzentrums Wiesbaden.

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Workshops zu „Jud Süß“ im Hessischen Landtag

Von links nach rechts: Michael Kleinschmidt (IKF), Christiane von Wahlert (Murnau-Stiftungsvorstand), Arndt Klingelhöfer (IKF), Astrid Wallmann (Landtagspräsidentin), Michael Loth (IKF), Kurt Langer (IKF) und Prof. Dr. Johannes Hürter (Institut für Zeitgeschichte München–Berlin) | © Hessischer Landtag

Im Rahmen der gestrigen Veranstaltung „Von der Lüge zur Erkenntnis: ‚Jud Süß‘ und die Macht der Bilder“ haben die IKF-Referenten Michael M. Kleinschmidt, Arndt Klingelhöfer, Kurt Langer und Michael Loth im Hessischen Landtag in Wiesbaden Workshops mit hessischen Schüler:innen zum antisemitischen NS-Propagandaspielfilm „Jud Süß“ (1940) geleitet, in denen die Wahrnehmung, Wirkung und Aktualität antisemitischer Stereotype reflektiert wurde.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Bildungsreihe „Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart“ statt, die unter der Schirmherrschaft von Astrid Wallmann, der Präsidentin des Hessischen Landtags, steht. Begleitet wurde die Filmvorführung von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung aus Wiesbaden. Weitere Informationen finden Sie in den Pressemitteilungen des Hessischen Landtags (PDF-Datei) und der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung.

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Antisemitismus-Projekt: Schulvorführungen des NS-Propagandafilms „Jud Süß“ in Wiesbaden

Im Rahmen eines Antisemitismus-Projekts bietet das Medienzentrum Wiesbaden e.V. gemeinsam mit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, dem Institut für Kino und Filmkultur e. V. (IKF) sowie der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung vom 25. August bis 15. September 2025 Kino-Seminare zum NS-Propagandafilms „Jud Süß“ für Wiesbadener Schulklassen an. Weitere Informationen zu Terminen und Ablauf finden Sie auf der Website des Medienzentrums Wiesbaden.

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Kino & Curriculum zu „Der Lehrer, der uns das Meer versprach“

Mit einer neuen „Kino & Curriculum“-Ausgabe stellen wir Ihnen den Spielfilm „Der Lehrer, der uns das Meer versprach“ von Patricia Font vor. Der Film startet am 6. Februar im Verleih von 24 Bilder in den deutschen Kinos. Die neue Ausgabe von Michael M. Kleinschmidt steht Ihnen wie immer im Downloadbereich als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung.

Der schöne und bewegende Film, dessen Drehbuch auf dem gleichnamigen Roman von Francesc Escribano beruht, erzählt auf zwei Zeit­ebenen Geschichten, die kunstvoll miteinander verbunden sind. Im Mittelpunkt der Binnenhandlung steht eine historische Figur: Antoni Benaiges i Nogués (1903–1936) war von 1934-1936 als Lehrer in dem kleinen Ort Bañuelos de Bureba tätig, bis er kurz nach Beginn des Spanischen Bürgerkriegs 1936 von falangistischen Milizen gefoltert und ermordet wurde. In der Rahmenhandlung erzählt der Film die Geschichte von Ariadna, einer (fiktiven) jungen Frau, die sich Jahrzehnte später für ihren Großvater auf die Suche nach Informationen über ihren Urgroßvater begibt. Durch Gespräche mit einem ehemaligen Mitschüler ihres Großvaters und eigene Archivrecherchen erfährt sie, dass ihr Großvater als Achtjähriger eine Zeitlang bei seinem Lehrer Antoni Beneiges in Bañuelos de Bureba lebte.

„Der Lehrer, der uns das Meer versprach“ bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für verschiedene Unterrichtsfächer: Die spanische Filmproduktion ist für den Einsatz im Fach Spanisch als Originalfassung mit deutschen Untertiteln und in einer deutsch synchronisierten Fassung verfügbar. Im Fach Geschichte kann die deutsche Beteiligung und Mitverantwortung am Spanischen Bürgerkrieg (1936-39) thematisiert werden. Im Fach Pädagogik bzw. Erziehungs­wissenschaft kann die Figur des Lehrers Antoni Benaiges zur Auseinandersetzung mit dem reformpädagogischen Ansatz von Célestin Freinet anregen. Nicht zuletzt kann im Fach Religion die Frage nach dem Verhältnis von Kirche und Staat diskutiert werden. Im Zusammenhang mit dem Aufbau von Erinnerungskultur in der Schule kann fächerverbindend der Frage nach dem „Wandel des Umgangs mit Schuld und Aufarbeitung in unterschiedlichen Ländern“ nachgegangen werden.

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Der Lehrer, der uns das Meer versprach: Trailer (24 Bilder)

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News Veröffentlichungen

Kino & Curriculum zu „Riefenstahl“

Mit einer neuen „Kino & Curriculum“-Ausgabe stellen wir Ihnen den Dokumentarfilm „Riefenstahl“ von Andres Veiel vor. Der Film startet am 31. Oktober im Verleih von Majestic Filmverleih in den deutschen Kinos. Die neue Ausgabe von Michael M. Kleinschmidt steht Ihnen wie immer im Downloadbereich als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung.

„Riefenstahl“ ist nach „Beuys“ (2017) ein weiterer Dokumentarfilm des renommierten Regisseurs Andres Veiel über einen Künstler. Im Zentrum seines neuen Films steht eine der umstrittensten Figuren der deutschen Filmgeschichte: Leni Riefenstahl (1902-2003). Zahlreiche Biographien und Dokumentationen versuchten bereits, sich ihrer Persönlichkeit zu nähern, die in aktuellen Rezensionen reißerisch als „Hitlers Bilderqueen“ (Süddeutsche Zeitung), „Fanatikerin in eigener Sache“. (Der Spiegel) oder „Untote“ (Filmdienst) bezeichnet wird. Der Film zeichnet mit Hilfe von teilweise bisher unbekannten Dokumenten und Archivmaterialien die wichtigsten Stationen eines Jahrhundertlebens nach.

„Riefenstahl“ eignet sich besonders für den Einsatz im Fach Geschichte, in dem der Themenbereich „Nationalsozialismus“ fest verankert und verpflichtender Unterrichtsgegenstand ist. Wegen der kunst- und anspruchsvollen Montage des umfangreichen Archivmaterials ist der Dokumentarfilm, der Wissen über die Zeit des Nationalsozialismus voraussetzt, vor allem für den Einsatz in der Sekundarstufe II geeignet. Veiels Film ermöglicht am Beispiel der Mitläuferin, Zeugin und Täterin Leni Riefenstahl die Auseinandersetzung mit zwei zentralen Fragen der Vergangenheitspolitik: (1) den Motiven und Formen der Unterstützung und Anpassung im Nationalsozialismus (hier: in den Bereichen Kunst und Medien) und (2) der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit (hier: in der Bundesrepublik).

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Riefenstahl: Trailer (Majestic Film)