Gestern Abend fand in Berlin die Verleihung des 76. Deutschen Filmpreises statt. Als Bester Kinderfilm wurde der Dokumentarfilm „Zirkuskind“ ausgezeichnet, zu dem das IKF im letzten Herbst eine „Kino & Curriculum“-Ausgabe erstellt hat (siehe Meldung vom 10.2026). Der Film startete am 16. Oktober 2025 im Verleih von Across Nations in den deutschen Kinos. Die Ausgabe von Marie Krawinkel und Michael M. Kleinschmidt steht Ihnen nach wie vor im Downloadbereich als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung.
P.S.: Teilnahmeberechtigt waren alle deutschen Spiel-, Kinder- und Dokumentarfilme, die für das Kino produziert wurden und dort zwischen dem 05.12.2024 und dem 07.05.2026 ihre Erstauswertung hatten. Als Bester Kinderfilm war ebenfalls „Das geheime Stockwerk“ nominiert, der beim Kirchlichen Filmfestival Recklinghausen mit dem Kinderfilm-Preis „Der Grüne Zweig“ ausgezeichnet wurde.
Bereits zum 28. Mal wird in diesem Jahr der DGB-Filmpreis im Rahmen des 36. Internationalen Filmfests Emden-Norderney verliehen. Folgende vier Filme sind nominiert: „Ich verstehe Ihren Unmut“ von Kilian Armando Friedrich, „Modern Whore“ von Nicole Bazuin, „Muganga“ von Marie-Hélène Roux und „No Good Men“ von Shahrbanoo Sadat.
Wie in den vergangenen Jahren wird IKF-Referent Michael M. Kleinschmidt im Rahmen des DGB-Filmgesprächs die nominierten Filme anhand von Ausschnitten und im Gespräch mit den anwesenden Filmschaffenden vorstellen. Das Filmgespräch, am 5. Juni von 14.00 bis 16.00 Uhr erstmals im Atrium der Kunsthalle Emden stattfindet, bietet Wissenswertes rund um Themen und Gestaltung der nominierten Filme. Der Eintritt zum Filmgespräch und der anschließenden „Blauen Stunde“ im Café Henri’s (16.30-17.30 Uhr) ist frei.
Weitere Informationen zum DGB-Filmpreis, den nominierten Filmen und dem Filmgespräch finden Sie im offiziellen Flyer des DGB-Bezirks Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt, den Sie auf der Website des DGB-Bezirks Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt herunterladen können.
Im Rahmen eines Antisemitismus-Projekts bietet das Medienzentrum Wiesbaden e.V. zusammen mit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, dem Institut für Kino und Filmkultur e. V. (IKF) sowie der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung mit Unterstützung der Nassauischen Sparkasse vom 9. Juni bis 18. August 2026 sechs Kino-Seminare zum NS-Propagandafilms „Jud Süß“ für Wiesbadener Schulklassen an. Weitere Informationen zu Terminen und Ablauf finden Sie auf der Website des Medienzentrums Wiesbaden.
Mit einer neuen „Kino & Curriculum“-Ausgabe stellen wir Ihnen den Spielfilm „Babystar“ von Joscha Bongard vor. Der Film startet am kommenden Donnerstag, den 23. April, im Verleih von Across Nations in den deutschen Kinos. Die neue Ausgabe von Arndt Klingelhöfer steht Ihnen wie immer im Downloadbereich als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung.
Der Film bietet Kindern und Jugendlichen fächerübergreifend eine Möglichkeit, sich mit dem allgegenwärtigen Thema Social Media und Influencer:innen auf ungewohnte Weise zu beschäftigen, weil er den Stoff anders angeht als oft im Genre üblich: Der junge Regisseur Joscha Bongard ist selbst mit Social Media aufgewachsen, hat in der Branche gearbeitet und „Babystar“ von seinem Kameramann Jakob Sinsel mit iPhones filmen lassen.
Aufgrund seines Hauptthemas Social Media bzw. Influencer:innen bietet sich das satirische Drama in erster Linie als Stoff für die Fächer Ethik, Kommunikation und Medien sowie Sozial- und Gesellschaftskunde an sowie auch für das inzwischen in sämtlichen Bundesländern als Wahl- oder Pflichtfach eingeführte Fach Informatik, in Hessen zudem speziell für das neue Schulfach Digitale Welt (siehe Lehrplan).
Die empfohlene Arbeit mit dem Film gliedert sich in drei Bereiche: (1) eine Rekapitulation der wesentlichen inhaltlichen Aspekte zur Schulung des kognitiven Filmverstehens, (2) eine tiefere Beschäftigung mit dem erzählerischen Motiv der Entfremdung sowie (3) eine reflexive Auseinandersetzung mit Lucas Emanzipation, auf deren Basis auch Raum für offene Diskussionen zum Thema gegeben werden soll. Da der Film stark auf Ästhetik und eine aussagekräftige Bildgestaltung setzt, liegt in jedem Kapitel ein Schwerpunkt auf der Analyse einzelner Bilder und Szenen.
Mit einer neuen „Kino & Curriculum“-Ausgabe stellen wir Ihnen die animierte Abenteuer-Komödie „Jazzy – Chaos im Regenwald“ von Tim Harper vor. Der Film startet am 16. April im Verleih von Camino Film in den deutschen Kinos. Die neue Ausgabe von Marie Krawinkel und Michael M. Kleinschmidt steht Ihnen wie immer im Downloadbereich als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung.
Im Fokus der aktuellen Nachrichten stehen vorrangig die Kriege in der Welt. Klimawandel und Naturkatastrophen werden davon überschattet. „Jazzy – Chaos im Regenwald“ setzt den Fokus auf diese in den Hintergrund geratenen Themen. Wer sich die animierte Abenteuer-Komödie von Regisseur Tim Harper anschaut, wird mit der Frage konfrontiert: Sind die Zerstörung des Regenwalds, der „grünen Lunge“ unseres Planeten, und das Aussterben von Tierarten noch aufzuhalten? Denn das im deutschen Untertitel angesprochene „Chaos“ ist durch Menschen verursacht: Sie roden, zerstören, jagen, beuten aus. Mit Humor, sympathischen Figuren und viel Liebe für die filmische Gestaltung leistet der Film einen wichtigen Beitrag für eine Bildung für nachhaltigen Entwicklung (BNE).
„Jazzy – Chaos im Regenwald“ bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit. Er eignet sich hervorragend für das fachübergreifende und fächerverbindende Lernen im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und weist zu drei Zielen für nachhaltige Entwicklung unmittelbare Bezüge auf: (12) „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“, (13) „Maßnahmen zum Klimaschutz“ und (15) „Leben an Land“. Neben der Auseinandersetzung mit seinem zentralen Thema Natur und Umweltschutz regt der Film auch zur Beschäftigung mit den Themen Familie, Freundschaft und Medien an.