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Kino und Curriculum zu „Insekten – Helden im Verborgenen“

Mit einer neuen „Kino & Curriculum“-Ausgabe stellen wir Ihnen den Dokumentarfilm „Insekten – Helden im Verborgenen“ von Nepomuk Pfaff vor. Der Film startete am 16. Juli im Verleih von Camino Filmverleih und ist seitdem erfolgreich in den deutschen Kinos zu sehen (siehe Kinofinder auf der Website des Verleihs). Die neue Ausgabe von Michael M. Kleinschmidt steht Ihnen wie immer im Downloadbereich als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung.

Der Kino-Dokumentarfilm lebt von der spektakulären Tierfotografie, die am Beispiel der Insekten eine Beschäftigung mit dem Naturschönen ermöglicht. Solche Bilder der kleinen „Helden im Verborgenen“ hat man selten auf der Leinwand gesehen! Dazu kommt: Der engagierte Film dokumentiert am Beispiel ausgewählter Biosphärenreservate das Bemühen, das weltweit fortschreitende Insektensterben aufzuhalten.

Erzählerin Katharina Thalbach führt als Erzählerin mit ihrer markanten Stimme im „Off“ durch den Film. Immer wieder spricht sie die Zuschauer:innen auch als Vertreter:innen ihrer Spezies an. Die außergewöhnliche Arbeit von Kameramann Paul Pack und Filmkomponist Eike Ebbel Groenewold tragen entscheidend zur visuellen und akustischen Kraft des Films im Kino bei.

Die fünf Kapitel des Films ermöglichen die vertiefende Auseinandersetzung auch mit einzelnen Schwerpunkten in verschiedenen Unterrichtsfächern. In der Vor- und Nachbereitung des Films können einzelne thematische Aspekte in den Blick genommen werden. Die Themen „Insekten“ sowie „Ökosysteme“, „Biodiversität“ und „Naturschutz“ gehören zu den verbindlich festgelegten inhaltlichen Aspekten des Biologieunterrichts der Sekundarstufe I in Deutschland. Die Frage nach der Verantwortung des Menschen durchzieht den ganzen Film, der dadurch in den Inhaltfeldern „Anthropologie“ und „Ethik“ der Fächer Ethik, Philosophie und Religion anschlussfähig ist. In den sozialwissenschaftlichen Fächern kann u.a. der Frage nach den Konflikten zwischen Ökonomie und Ökologie nachgegangen werden. Das IKF empfiehlt den Film für die Sekundarstufen II und I (ab Klasse 8).

Für den Einsatz des Films im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist besonders das fünfzehnte BNE-Ziel von Bedeutung: „Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern“, hier besonders „Artenvielfalt bewahren: Erhalt der Biodiversität und Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten.“ Das im Film thematisierte Insektensterben kann im Unterricht zum Ausgangspunkt werden, sich mit „Artenvielfalt“ in ausgewählten Lebensräumen zu beschäftigen.

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Ehrenpreis für Volker Schlöndorff in Ludwigshafen

Gestern Abend wurde Volker Schlöndorff auf dem Festival des deutschen Films in Ludwigshafen am Rhein mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet (siehe Pressemitteilung). Wir gratulieren herzlich und sind gespannt auf den neuen Film „Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte“, der am 15. Oktober in die Kinos kommt.

Gerne denken wir anlässlich dieser Ehrung an unsere Begegnung mit dem Autorenfilmer beim Kirchlichen Filmfestival Recklinghausen im Jahr 2022 zurück: IKF-Referent Michael Kleinschmidt durfte den Regisseur, Autor und Produzenten damals zu einem intensiven Werkstattgespräch zu seinem Debütfilm „Der junge Törless“ (1966) begrüßen (siehe Foto unten), ehe der Filmemacher am Abend nach der Aufführung seines Dokumentarfilms „Der Waldmacher“ (siehe IKF-Film-Heft) mit dem Ehrenpreis des Festivals ausgezeichnet wurde.

Volker Schlöndorff (rechts) und IKF-Referent Michael M. Kleinschmidt beim Filmgespräch zu „Der junge Törless“ auf dem Kirchlichen Filmfestival Recklinghausen am 24. September 2022 (Bildrechte: Michaela Kiepe)
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Ausstellungstipp: „Van den Yoden“ in Osnabrück

Gestern Abend stellte IKF-Referent Michael M. Kleinschmidt im Begleitprogramm der aktuellen Sonderausstellung „Van den Yoden – Jüdisches Leben im spätmittelalterlichen Osnabrück (1260-1430)“ im Kulturgeschichtlichen Museum der Stadt Osnabrück den antisemitischen NS-Propagandaspielfilm „Jud Süß“ (1940) von Regisseur Veit Harlan vor. [Nachtrag (2.9.): Unter der Überschrift „Machwerk mit Nachwirkungen“ ist am 1.9. ein freundlicher Artikel in der „Osnabrücker Rundschau“ erschienen. Vielen Dank, Toni Theilmeier!]

Gerne weisen wir Sie auf die aktuelle Sonderausstellung hin, die noch bis zum 30. August im Kulturgeschichtlichen Museum der Stadt Osnabrück zu sehen ist. Den Programmflyer zur Ausstellung finden Sie hier. Die Begleitpublikation von Dr. Thorsten Heese (siehe unten) führt kenntnisreich und im Katalogteil reich bebildert in die Geschichte jüdischen Lebens im spätmittelalterlichen Osnabrück von 1260 bis 1430 ein und verdeutlicht die wirkmächtige antijüdische Propaganda am Beispiel eindrucksvoller Exponate der Stadtgeschichte.

Begleitpublikation zur Sonderausstellung: HEESE, Thorsten (2026). Van den Yoden. Jüdisches Leben im spätmittelalterlichen Osnabrück (1260-1430). Osnabrück: fromm + rasch Verlag & Museumsquartier der Stadt Osnabrück (Osnabrücker Kulturdenkmäler – Beiträge zur Kunst- und Kulturgeschichte der Stadt Osnabrück 18), hier bes. S. 31-33 (Antijudaismus am Beispiel des Osnabrücker „Judeneides“), S. 34 (“Christus-Mörder“ – Christlicher Antijudaismus), S. 34-36 („Judensau“ – Das Schwein als antijüdisches Spottbild), S. 38-43 („Ecclesia“ und „Synagoga“) und S. 98-123 (Katalog-Kap. 4: Antijüdische Propaganda). ISBN: 978-3-89946-339-2. DNB: https://d-nb.info/1393913636.

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Kino & Curriculum zu „Arnie & Barney – retten das Wasser“

Mit einer neuen „Kino & Curriculum“-Ausgabe stellen wir Ihnen den Animationsfilm „Arnie & Barney – retten das Wasser“ von Sean Heuston vor. Der Film startet am 3. September im Verleih von Port au Prince Pictures in den deutschen Kinos. Die neue Ausgabe von Marie Krawinkel und Michael M. Kleinschmidt steht Ihnen wie immer im Downloadbereich als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung.

Der deutsche 3D-Animationsfilm von Studio 100 International setzt auf zwei Nebenfiguren aus dem „Biene Maja“-Universum als (Anti-) Helden. Die beiden titelgebenden Ameisen sind tollpatschig und verspielt und bieten dadurch Identifikationspotenzial für Kinder, die mitlachen und mitfiebern können, wenn die beiden chaotischen Ameisen auf Heldenreise gehen. Der Familienanimationsfilm ist humorvoll und actionreich. er regt darüber hinaus Lern- und Reflexionsprozesse zu mehreren thematischen Aspekten an.

„Arnie & Barney – retten das Wasser“ bietet einen kindgerechten Zugang zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und weist zu zwei Zielen für nachhaltige Entwicklung unmittelbare Bezüge auf: (6) „Ver­füg­barkeit und nach­hal­tige Bewirt­schaf­tung von Was­ser und Sani­tä­r­ver­sor­gung für alle gewähr­leis­ten“ und (15) „Lan­d­öko­sys­teme schüt­zen, wie­der­her­stel­len und ihre nach­hal­tige Nut­zung för­dern“. Neben der Auseinandersetzung mit diesen beiden BNE-Zielen regt der Film auch zur Beschäftigung mit den Themen „Leben in Gemeinschaft“ sowie „Phantastisches und unzuverlässiges Erzählen“ an.

Im umfangreichen Anhang der „Kino & Curriculum“-Ausgabe unseres Autorenteams finden Sie eigens für die Beschäftigung mit dem Film entwickelte Arbeitsblätter und Selbstvorstellungen der beiden Filmpartner Greenpeace und Viva con Agua, die Bildungsmaterialien zu vielen Umwelthemen (u.a. „Klima“ und „Wasser“) anbieten.

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Deutscher Filmpreis für „Zirkuskind“

Gestern Abend fand in Berlin die Verleihung des 76. Deutschen Filmpreises statt. Als Bester Kinderfilm wurde der Dokumentarfilm „Zirkuskind“ ausgezeichnet, zu dem das IKF im letzten Herbst eine „Kino & Curriculum“-Ausgabe erstellt hat (siehe Meldung vom 10.2026). Der Film startete am 16. Oktober 2025 im Verleih von Across Nations in den deutschen Kinos. Die Ausgabe von Marie Krawinkel und Michael M. Kleinschmidt steht Ihnen nach wie vor im Downloadbereich als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung.

P.S.: Teilnahmeberechtigt waren alle deutschen Spiel-, Kinder- und Dokumentarfilme, die für das Kino produziert wurden und dort zwischen dem 05.12.2024 und dem 07.05.2026 ihre Erstauswertung hatten. Als Bester Kinderfilm war ebenfalls „Das geheime Stockwerk“ nominiert, der beim Kirchlichen Filmfestival Recklinghausen mit dem Kinderfilm-Preis „Der Grüne Zweig“ ausgezeichnet wurde.